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Nur für Gläubige, die die fünf Punkte des Arminianismus ablehnen

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eddi
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Beitragvon eddi » 07.04.2008 17:31

Hallo Olly!

www.antiquario.de hilft da leider nicht weiter. Die Suche bei anderen Händlern und Suchmaschinen verlief bei mir erfolglos. Schade...

Worum geht es denn in dem Buch genau? Hast du mehr Informationen zu dem Inhalt, als die Buchbeschreibung bei cbuch.de?


Gruß
eddi

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 07.04.2008 19:52

Hallo Ihr
Kennt jemand von euch das Buch "Die Bibel Verstehen und Auslegen" Ein praktischer Hermeneutikkurs von Thomas Klinker(VKW-VERLAG) und wie findet ihr ihn:?: :idea: :?:
Gruß und Segen vo $:P $:D n Joschie
Zuletzt geändert von Joschie am 08.04.2008 13:41, insgesamt 2-mal geändert.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Olly
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Beitragvon Olly » 08.04.2008 12:56

eddi hat geschrieben:Hallo Olly!

www.antiquario.de hilft da leider nicht weiter. Die Suche bei anderen Händlern und Suchmaschinen verlief bei mir erfolglos. Schade...

Worum geht es denn in dem Buch genau? Hast du mehr Informationen zu dem Inhalt, als die Buchbeschreibung bei cbuch.de?


Gruß
eddi
Hallo eddi,

anbei die gewünschte Buchbeschreibung:
Kurze Buchvorstellung


Eckhard J. Schnabel geht in seinem Buch „Inspiration und Offenbarung“ geteilt in zwei Abschnitten auf die menschliche Sichtweise in der theologischen Kirchengeschichte und auf die göttliche Schriftperspektive an sich ein.

Der erste Teil des Buches steht unter der Überschrift „Die Lehre von der Inspiration in der Theologiegeschichte“ und behandelt in 92 Seiten kurz, aber dennoch klar und zutreffend die folgenden Zeitepochen und Denkweisen:

1.) Die frühe Kirche
2.) Die römisch-katholische Tradition
3.) Die Reformation
4.) Die lutherische Orthodoxie
5.) Die protestantische Vielfalt
6.) Anfänge und Grundlagen der historisch-kritischen Theologie
7.) Die Auseinandersetzung im 19. und frühen 20. Jahrhundert
8.) Die Dialektische Theologie
9.) Die Diskussion im späten 20. Jahrhundert

Dagegen trägt der zweite Teil des Buches die Überschrift „ Die Lehre von der Inspiration nach der Heiligen Schrift“ und behandelt (natürlich) aus subjektiver Sicht die göttliche Perspektive sehr aufschlussreich, klar und eindeutig in 97 Seiten. Dabei stellt Eckhard Schnabel wie folgt die Offenbarung Gottes, die Inspiration und die Autorität der Heiligen Schrift als entscheidende Bedeutung für das Fundament der Theologie heraus:

1.) Grundsätzliche Erwägungen
2.) Das biblische Selbstzeugnis
3.) Der theologisch-biblische Rahmen
4.) Das Wesen der Inspiration
5.) Inspiration und Interpretation
6.) Inspiration und die Gemeinde Jesu

Um aus dem umfassenden Buch die wesentlichen Prinzipien zur Hermeneutik präsentieren zu können, beschränkt sich die weitere Darstellung auf einige wichtige Zitate zu dem Punkt 5 des zweiten Teils hinsichtlich der Inspiration und Interpretation des Wort Gottes (S. 185-188).

„ Die Inspiration der Heiligen Schrift begründet den hermeneutischen, d.h. den die Schriftauslegung betreffenden Ansatz und qualifiziert die abgeleiteten Methoden.“

„Die Inspiration der Schrift hat folgende Konsequenzen für die Schriftinterpretation.

(1) Der Inspiration der Schrift entspricht die Erwartung, in den Worten der Bibel tatsächlich Gott zu begegnen. Weil die Schrift das Wort Gottes ist, liegt der Schwerpunkt auf der Begegnung mit Gott und nicht auf der Beschäftigung mit den menschlichen Schreibern. Dieses Wort erschließt sich durch eine grammatische Exegese.

(2) (…) Die Schrift ist durch die Schrift auszulegen.

(3) Die Inspiration führt zu dem (…) legitimen Versuch der Harmonisierung von Diskrepanzen und Spannungen im Text. Wenn (…) Versuch (…) nicht (…) durchzuführen ist, sind die Diskrepanzen und Spannungen stehen zu lassen.

(4) (…) Einheit der Schrift {besteht} in einem organischen und heilsgeschichtlichen Ganzen

(5) Die Inspiration (…) eröffnet (…) und fordert eine historische Exegese

(6) (…) eine biblische Schriftinterpretation beschäftigt sich nicht ausschließlich mit historischen Fragen

(7) Die Inspiration, d.h. die Tatsache, dass die Schrift Gottes Anrede ist, stellt den Ausleger in ein Kraftfeld, in dem sein Glaube wichtig ist. Eine „neutrale“ Beschäftigung mit der Schrift gibt es nicht.

(8) (…) Bibel (…) muß (…) universal anwendbar sein. (…) begründet die Möglichkeit der Predigt

(9) Theologie als eine Disziplin sui generis. Aus diesem Grund benötigen wir eine spezifisch biblische Hermeneutik, eine hermeneutica sacra. (…) Mensch {begegnet} der Schrift (…) im Geist“


Des Weiteren verweist der Autor, dass die christozentrische Konzentration die hermeneutische Richtschnur für die Interpretation der in der Bibel als Einheit gegebenen Offenbarungsgeschichte sei.

Eckhard Schnabel benutzt einen etwas akademischen, aber dennoch verständlichen Schreibstil. Einige Wörter muss man gelegentlich im Wörterbuch nachschlagen oder in der anhängenden Worterläuterung suchen.
Gruß

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Beitragvon Joschie » 11.04.2008 20:24

Hallo Ihr
Hier ein guter Beitrag von Sebastian Heck über die Bewahrung der Heiligen
http://www.lebensquellen.de/?p=426.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon eddi » 11.04.2008 21:01

Olly, danke für die Buchbeschreibung. Ich habe mir daraufhin das Buch in der Bibliothek ausgeliehen und etwas reingeschnuppert. Der Schwerpunkt des Buches liegt eher auf der Inspiration der Schrift. Interpretation ist nur ein kleiner Nebenaspekt (ca. 9 Seiten).

Ich hoffte in dem Buch etwas mehr über die reformatorische Hermeneutik zu finden, fand aber nur allgemeine Hinweise zur Interpretation. Ist Eckhard Schnabel überhaupt ein Reformierter?

Kennt jemand etwas näheres zu E. Schnabel ober seinem Buch "Das Studium des NT - einbändige Ausgabe" (R. Brockhaus Verlag)?

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Beitragvon Olly » 12.04.2008 10:17

eddi hat geschrieben: Der Schwerpunkt des Buches liegt eher auf der Inspiration der Schrift. Interpretation ist nur ein kleiner Nebenaspekt (ca. 9 Seiten).
Wenn ich mich nicht irre, so lautet der betreffende Titel des Buches "Inspiration und Offenbarung". Lese bitte das ganze Buch und Du wirst schon feststellen dürfen, was mit "Offenbarung" hier gemeint ist.

Interessante Bibliothek, die sogar bibeltreue Bücher führt - in Berlin muss man schon sehr suchen, eine entsprechende Bibliothek zu finden, die z.B. Bücher von Eckhard Schnabel zur Ausleihe bereit hält.

Gruß

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Beitragvon Joschie » 23.04.2008 19:31

Hallo Ihr!
Ich hatte ein Gespräch gehabt, da ist eine Frage aufgetaucht, die möchte ich hier reinstellen. Es geht um die Erwählung und die Bekehrung. In wie weit hängen sie zusammen und wie ist es mit den menschlichen Willen :?:
Gruß und Segen von Joschie!
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Beitragvon maxb » 25.04.2008 11:14

Gott hat es gefallen Menschen vor seinem Zorn zu retten, indem er sie zur Rettung, Heiligung und Sohnschaft durch seinen Sohn zu seiner Ehre dazu vorbestimmt hat (Eph 1).
Sein Wort bewirkt die Wiedergeburt in den Menschen seiner Wahl.(1. Petr 1,23). Er nimmt das Herz aus Stein heraus und setzt ein Herz aus Fleisch ein. Er gibt seinen Geist (Hes 36). Durch diese Wesensveränderung des Menschen ändert sich der unter Sünde versklavte Wille des Menschen, sodass er Gott - welchen er zu erst gehasst hat - jetzt liebt und begehrt. Eine vollkommene Verwandlung des Wesens ist geschehen.(2. Kor 5,17)
Der menschliche Wille wird normalerweise vom Bösen kontrolliert. Er will nicht zu Gott. Erst wenn Gott die Natur und damit den Willen des Menschen ändert, will der Mensch auch zu Gott.


Ist es möglich, dass sich ein Auserwählter nicht bekehrt?
Joh 10,27-28
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben

Was ist zu sagen, wenn jemand in seinem Leben nicht zum Glauben kommt?
Joh 10,26
aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen

Nicht: "ihr seid nicht von meinen Schafen, denn ihr glaubt nicht"

Uns steht es nicht zu einen Menschen, der vor uns steht als nicht erwählt zu bezeichnen, blos weil er in diesem Moment nicht glaubt, denn vielleicht glaubt er später einmal.

Ist Gott ungerecht, wenn er manche Menschen rettet und andere nicht?
Röm 9,19-21:
Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden? 20 Ja freilich, Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? 21 Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen?

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Hyper-Calvinisten

Beitragvon Joschie » 29.08.2008 19:22

Hallo Ihr :!:
Was lehren die Hyper-Calvinisten und gibt sie es noch heute :?:
Gruß Joschie
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maxb
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Beitragvon maxb » 29.08.2008 21:54

Hypercalvinisten evangelisieren nicht, weil sie denken die Erwählung Gottes allein würde das machen. Solche gibt es wohl leider gerade in Brasilien in gehäufter Form.

lutz
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Beitragvon lutz » 01.09.2008 07:51

Es gibt bestimmt viele Spielarten von "Hypercalvinismus" und ich stelle mal drei englische Links rein.
James White setzt sich dort (2005) mit einer speziellen Form auseinander. Vielleicht können die Englischexperten hier, das Ganze für den deutschen Leser fruchtbar machen.

http://www.aomin.org/aoblog/index.php?itemid=242

http://www.aomin.org/aoblog/index.php?b ... ve=2005-02

http://vintage.aomin.org/HyperCalv.html

Lutz

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Beitragvon Joschie » 01.09.2008 08:10

Lutz schreibt
James White setzt sich dort (2005) mit einer speziellen Form auseinander. Vielleicht können die Englischexperten hier, das Ganze für den deutschen Leser fruchtbar machen.
Darüber würde sich Joschie sehr freun.Als Dank ein Glas Honig oder ein Buch. :sh:
Gruß und Segen vo $:P :wink: n Joschie
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Beitragvon maxb » 01.09.2008 11:22

Das ist ne Menge Text hab erstmal nur den ersten gelesen. Auf den Konjunktiv verzichte ich mal beim Erzählen, weil mir das zu anstrengend ist immer auf die Wörter zu achten.

James White ist 100% überzeugter Calvinist. Er lehrt das in seiner Gemeinde und verteidigt es in Diskussionen mit verschiedenen anderen Menschen, ob Arminianer, Katholiken, Mormonen, etc. Er verteidigt dabei vor allem die Errettung allein aus Gnade, allein durch Glauben und allein durch Christus - ohne eigenes zutun.

Nun gibt es einen gewissen Marc Carpenter, der sich für einen Calvinisten hält, aber James White ziemlich nieder macht. Er hat auf seiner Internetseite eine Sammlung von Namen, die er für verlorene Irrlehrer hält (falls sie sich von den Dingen, die er zitiert, nicht kurz vor ihrem Tod bekehrt haben). Darunter Calvin (!!!) und Charles Spurgeon.

James White stand kurz vor einer öffentlichen Diskussion mit einem Katholiken, da schreibt Marc Carpenter einige Dinge über ihn und erklärt letztendlich, dass James White genau so verloren ist wie der Katholik.

Carpenter erklärt, dass man kein Christ sein kann, wenn man nicht an die 5 Punkte glaubt, und auch kein Christ sein kann, wenn man als Calvinist glaubt, dass jemand, der nicht an die 5 Punkte glaubt, ein Christ sein kann. Sobald also jemand nicht die ganzen theologischen Formulierungen zur begrenzten Sühnung kennt, kann er nach Carpenter nicht gerettet sein. Er bezeichnet die Lehre der universalen Sühnung der Arminianer als falsches Evangelium. White erklärt, dass diese Lehre kein falsches Evangelium ist, weil es überhaupt kein Evangelium, sondern eine Theorie über das Ausmaß der Sühnung ist.

White ist von jedem der 5 Puntke überzeugt, aber er ist sich auch bewusst, dass viele Menschen noch überhaupt nichts von diesen Themen mitbekommen haben, oder in ihrer Tradition hängen. Anstatt ihnen Unglauben und Hölle zu bescheinigen versucht er ihnen beizubringen, was es mit diesen Dingen auf sich hat.

Zitat:
"Ich sehe den Unterschied zwischen 1) Unwissenheit 2) Fehler auf Grund von Tradition und Unwissenheit 3) Inkonsistenz und 4) Bewusste Ablehnung der Wahrheit."

White erklärt weiter, dass es unbiblisch ist erst eine perfekte Theologie zu haben, um gerettet zu werden. Vielmehr sieht er das christliche Leben als ein Wachsen in der Wahrheit und damit als Bestandteil der Heiligung.

Carpenter wirft ihm unter anderem vor:
" White glaubt, dass einige derjenigen die an universelle Sühne glauben, das Evangelium glauben"

White bekennt sich in diesem Punkt schuldig und erklärt wieder, dass ein Großteil der Christen überhaupt nicht weiß, wovon Carpenter überhaupt spricht. "Sie wissen nur, dass sie Sünder sind und Jesus der einzige Retter ist."

Carpenter haut noch verschiedene andere Sachen raus, die einfach nur absurde Vorwürfe sind. Er führt dann auch noch 2. Joh 11 an, um zu beweisen, dass jeder, der nicht die perfekte Theologie hat (die natürlich nur so perfekt ist, wie Carpenter sie definiert), auch kein wiedergeborener Christ sein kann.

White schaut sich den Vers im Kontext an:
2. Joh 9-11
Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! 11 Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.
"Johannes spricht nicht über die universale Sühnung als "die Lehre". Er spricht über die Lehre von Vater und Sohn und insbesondere in johannäischer Literatur bezüglich der Lehre der Antichristusse, die geleugnet haben, dass Jesus in das Fleisch gekommen ist. Johannes ermahnt seine Leser, diejenigen nicht zu grüßen, die aus der Gemeinschaft gegangen sind und Vater und Sohn verleugnen. Diese Worte mit Carpenters idiosynkratischem HyperCalvinismus zu verbinden ist wieder mal absurd. Nur durch die Erweiterung einer Wahrheit (begrenzte Versöhnung) zum Status der letzten und vollkommenen Definition des Evangeliums selbst, kann Carpenter so einen unverschämten Sprung machen."

Carpenter bezeichnet jeden, der nicht an die begrenzte (wirksame) Sühnung glaubt, als verlorenen Gotteshasser. Des weiteren packt er jeden, der dabei nicht seiner Meinung ist, mit in den Sack. Nach Carpenter gibt es somit zwei Parteien:
Gottlose - Er und alle, die genau so glauben, wie er.

White schreibt:
Ich denke eine gute Sache daran, dass man diese Leute entlarvt ist: ihre Zahl steigt nicht. Es gibt nichts attraktives am HyperCalvinismus. Es ist kalt, steril und abstoßend. Damit bleibt es eine Nebenvorstellung, ein klares Beispiel dafür, dass man intellektuelles Wissen ansammeln kann, das getrennt vom Herzen ist. Balance ist in jedem Aspekt des christlichen Glaubens unerlässlich und Hyper-Leute haben keine Balance.

Am Ende schreibt White:

HyperCalvinsimus ist ein trauriges Spektakel in all seinen Manifestationen und ich sage das als ein sehr starker Calvinist, der an einer modifizierten supralapsaristischen Sicht festhält. Aber ich genieße es wirklich die wenigen zum Narren zu halten, die mich als Hyper-Calvinist bezeichnen, indem ich jedes Zeichen von Hypercalvinsmus durch meine Missionsarbeit, Evangelisation und Predigt weg blase. Und ich bin darin konsistent gewesen, die Unausgeglichenheit und die Fehler des HyperCalvinismus über eine dokumentierbare Zeitspanne entlang zu verurteilen. Ich hoffe, dass das Erkennen der Fehler in Marc Carpenters Argumentation echten Calvinisten hilft, falsche Anschuldigungen von Hyper-ismus zu widerlegen (viele unserer Gegner versuchen uns alle zwecks emotionaler Wirkung zusammen zu werfen)

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Beitragvon Joschie » 01.09.2008 11:54

Hallo maxb
Erst mal dank für die Mühe des Übersetzens.Du kannst ja per P.N. scheiben ob du Honig oder Buch möchtest.Was ist eigendlich die modifizierten supralapsaristischen Sicht :?:
Gruß Joschie
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Beitragvon maxb » 01.09.2008 15:23

Es gibt Infra-, Sub-und Supralapsarismus. Ziemlich bescheuerte Worte :D
Es kommt wohl von lat. "lapsus" = Fall.
Diese Lehren beschreiben die Reihenfolge in der Gott bestimmt hat, was passieren soll.
Die Bedeutung muss ich jedes mal neu nachschauen:

infra:
1. Gott ordnet die Schöpfung der Menschen an
2. Gott ordnet an, dass es der Menschheit durch Selbstbestimmung erlaubt ist zu fallen.
3. Gott ordnet an manche Menschen zu retten.
4. Gott ordnet Errettung durch Jesus Christus an

sub:
1. Gott ordnet die Schöpfung der Menschen an
2. Gott ordnet an, den Sündenfall zu erlauben.
3. Gott ordnet Errettung an, die für alle Menschen genügt
4. Gott ordnet an, wem diese Errettung zuteil wird

Unterschied zu infra: 3 und 4 vertauscht

supra:
1. Gott ordnet die Erwählung einiger und die Verwerfung anderer an.
2. Gott ordnet an, diese Erwählten und Verdammten zu erschaffen.
3. Gott ordnet an, den Sündenfall zu erlauben.
4. Gott ordnet an, die Erwählten durch Jesus zu retten.

Es geht hierbei nicht um eine zeitliche Reihenfolge, sondern eher um eine logische. Man versucht damit zu beschreiben und nachzuvollziehen, was Gott sich vor dem Anfang gedacht hat. Für mich ist das kein Streitthema, auch wenn ich mich persönlich einer der Positionen zuordnen kann.


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