Ist John MacArthur Dispensationalist?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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UriKulm
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 30.01.2018 17:30

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Jose
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Wo befinden wir uns jetzt in der Endzeit?

Beitragvon Jose » 30.01.2018 20:18

Lieber albi,
vielen Dank für deine Mühe. Deine Anworten muss ich mir in Ruhe anschauen.

Aber das habe ich nicht verstanden:
albi hat geschrieben:Offenbarung 20 spricht übrigens gar nicht dagegen, da das Millenium mit Christi Auferstehung begonnen hat; der Teufel wurde gebunden und entmachtet und "kann die Völker nicht mehr verführen, bis die 1000 Jahre vollendet sind"; dann aber wird er für eine Weile freigelassen und wird in dem Antichristen und dem falschen Propheten wieder alle Völker verführen, um in einem konzentrierten letzten Angriff das Volk Gottes zu vernichten:

Wenn Christus wiederkommt enden die 1000 Jahre himmlische Herrschaft, und er kommt am LETZTEN Tag zur Errettung der Gläubigen und zum ewigen Gericht; alle Toten werden auferweckt, die Gottlosen gehen ein in die ewige Strafe, die Erlösten aber ins ewige Leben. Offenbarung 20,11-15 finden also nicht NACH 1000 Jahren irdischer Herrschaft statt, sondern NACH der Königsherrschaft Jesu Christi in dieser Gemeindezeit ("The Kingdom of God is at hand!", es ist JETZT.)
Seit Christi Auferstehung sind bald 2000 Jahre vergangen. Habe ich in deinen Ausführungen etwas übersehen? Wo befinden wir uns jetzt im „Millenium“, deiner Meinung nach? Und warum ist der Teufel jetzt gebunden, bei all dem Bösen was in der Welt geschieht?

albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 30.01.2018 21:56

Hallo Jose,
ich schreibe auf deine Frage ein anderes mal, da ich gerade von der Bibelstunde heim kam und gleich schlafen gehen muss (wegen Arbeit morgen).

Nur so viel: Du, UriKulm, zitierst nun ja Rudolf Ebertshäuser (seine Website Das Wort der Wahrheit). Ich habe, als ich zum Glauben kam, viel Gutes von ihm gelernt durch seine Schriften und Predigten. ZB über Verführungen und Irrlehren. Da ist viel Gutes drin! Aber man muss wissen, dass Ebertshäuser selbst ein sehr strenger Dispensationalist ist und Israel und die Gemeinde sehr stark trennt - ganz nach alter "Brüdertheologie". Ich weiß nicht ob man ihn Darbyisten nennen sollte, aber so wie ich ihn kennenlernte ist dieser Dispensationalismus sein eigener Lehrirrtum.

Sonst schätze ich den Bruder eigentlich ziemlich, jedenfalls habe ich einiges Gutes von ihm gelernt und auch schon mal zwei Briefe mit ihm ausgetauscht. Auch sein ESRA-Schriftendienst ist sonst ganz gut. Und ich finde super, dass er so vor der modernen Lobpreis-Musik warnt.

Da du den Ebertshäuser gerade zitierst ist es verständlich, dass du so auf diesen Dispensationalismus drauf aus bist. Das ist deine Prägung, die es an der Bibel zu prüfen gilt. Ich war früher auch ziemlich viel von gewissen Lehrern - unter anderen auch von Ebertshäuser - geprägt. Wie ich schrieb brauchte es einige Zeit, bis ich die Dinge anders sah. Ob das nun richtig ist oder falsch, muss auch geprüft werden, zB durch euch hier.

Viele Grüße, Gute Nacht! :sh:

UriKulm
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Zukunft

Beitragvon UriKulm » 31.01.2018 11:47

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albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 31.01.2018 18:22

Mal eine ganz einfache, platte und logische Frage an diese Lehre aus dem Heftchen:

Dort steht es in Bezug auf die Zeit NACH der Entrückung in Punkt 3.12 auf Seite 23 gelehrt:

"3.12 Wird es für die, die das Evangelium der Gnade abgelehnt haben, eine «zweite Chance» geben?
Nein, definitiv nicht. Der Apostel Paulus erklärt in 2. Thessalonicher 2,11.12: «Gott sendet ihnen eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.» Wer das Evangelium der Gnade gehört, aber abgelehnt hat, wird «der Lüge glauben» und
«gerichtet» werden. Darum die ernste Warnung: «Heute, wenn ihr seine
Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht» (Hebräer 4,7)"
In Punkt 3.15 auf Seite 26 wiederum heißt es:
Einige Juden werden an dieses Evangelium [vom Reich] glauben und somit zum Überrest hinzugefügt werden. Auch eine grosse Anzahl von Personen verschiedener Nationalitäten,
die das Evangelium der Gnade nicht gehört haben, wird diese Botschaft im Glauben annehmen
(Offenbarung 7,9-17).


Das mag mal einer verstehen. Erst heißt es, sie werden das Evangelium "der Gnade" nicht annehmen, irregeführt werden und ewiglich verloren gehen, und dann heißt es, einige werden das Evangelium "vom Reich" doch noch annehmen und gerettet werden - das sollen nach UriKulm bzw. der dispensationalistischen Lehre dann auch die sein, die bei Christi Wiederkunft vor seinem Thron ("das Gericht der Lebenden") die Schafe bilden (anstatt die auserwählten Christen/Kinder Gottes, die bis zu diesem Tag in Glauben und Treue "bis ans Ende ausharrten").

Schon die Unterscheidung vom "Evangelium der Gnade" und "Evangelium vom Reich" ist künstlich und biblisch gar nicht haltbar.

Apg. 24:
24 Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.
25 Und nun siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe.

Warum hat eigentlich Paulus lange nach der Auferstehung und Himmelfahrt Christi immer noch den Juden in Rom das REICH GOTTES verkündigt, wenn es doch aufgeschoben sein sollte auf das spätere Millenium?

Apg. 28:
23 Nachdem sie ihm nun einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge. Diesen legte er vom Morgen bis zum Abend in einem ausführlichen Zeugnis das Reich Gottes dar und suchte sie zu überzeugen von dem, was Jesus betrifft, ausgehend von dem Gesetz Moses und von den Propheten.
24 Und die einen ließen sich von dem überzeugen, was er sagte, die anderen aber blieben ungläubig.

Nur ein paar Worte der Bibel, die alle für das GLEICHE und EINE Evangelium verwendet werden:

- Evangelium vom Reich
- Evangelium der Gnade Gottes
- Evangelium von Jesus und der Auferstehung
- Evangelium Gottes
- Evangelium von Christus
- Evangelium
- Evangelium von der Herrlichkeit des Christus
- Evangelium eurer Errettung
- Evangelium des Friedens
- Evangelium der Herrlichkeit des glückseligen Gottes

Sollen etwa diese biblischen Bezeichnungen VERSCHIEDENE Evangelien bezeichnen?Eines gilt heute, eines später, eines nur für diese Gruppe, die einen für die Schwarzen, das andere nur für Juden, das eine galt zur Reformation, das andere galt zur Zeit Noahs (ich rede nach Menschenweise - jetzt wurde ich albern). Oder sind das nicht alles Synonyme für das EINE und EINZIGE Evangelium Gottes, das IMMER und für ALLE Zeiten gilt? Diese Unterscheidung von "Evangelium der Gnade" und "Evangelium vom Reich" ist genauso künstlich wie die dispensationalistische Unterscheidung vom "Reich der Himmel" und dem "Reich Gottes". Beide werden in Parallelstellen synonym verwendet. Bei dem einen heißt es Reich Gottes, bei dem anderen Reich der Himmel. In Matthäus werden beide gar einmal zusammen gebraucht :

Matthäus 19:
23 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher hat es schwer, in das Reich der Himmel hineinzukommen!
24 Und wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt!

Matthäus 11:
11 Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er.

Lukas 7,28:
28 Denn ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

Und von solchen Irrtümern ist diese Lehre voll.

Also ich kann dieser Lehre eher viele Widersprüche entnehmen, die der eigentlich recht biblischen Lehre entgegenstehen. Diese Lehre macht vieles kompliziert, was eigentlich einfach ist:

Jesus Christus predigte die Königsherrschaft Gottes. Seine Apostel predigten die Frohe Botschaft, dass GOTT regiert und alle errettet, die sich nun seiner Herrschaft (seinem REICH) beugen. Alle Christen aller Zeiten predigten die erlösende Herrschaft Jesu Christi. Am Ende der Zeit kommt Christus wieder, erlöst sein Volk aus der Drangsal, und bringt sofortiges Verderben über die Gottlosen. Die einen gehen ein ins ewige Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande. Himmel und Hölle. Neue Himmel, neue Erde. Keine Vorentrückung. Keine mehreren Gerichte und unterschiedliche Evangelien und verschiedenartige Reiche der Himmel und Reiche Gottes usw. Auch nicht mehrere Gottesvölker und unterschiedliche Wege der Errettung. Auch kein Wiederaufbau von Schattenbildern, die in Christus nicht mehr nötig sind und jetzt von den wahren himmlischen Realitäten ersetzt sind. Wir haben nun in Christus Zugang zum Thron selbst und müssen nicht mehr in einen Stein-Tempel gehen.

Ich las noch einmal nach. Diese Lehre der letzten Dinge vertrat zB auch das alte Baptische Glaubensbekenntnis von 1689. Und ich glaube, es stimmt mit allen anderen alten reformierten Bekenntnissen überein. Das habe ich aber noch nicht geprüft. Diese treuen Väter wussten auch nichts von einer Vor-Entrückung, sondern sprachen von der Auferstehung, Entrückung und Verherrlichung sowie dem Gericht über die Gottlosen am LETZTEN Tag bei der Wiederkunft Jesu Christi. Die Vorentrückungslehre war ihnen unbekannt. Kann jeder selbst nachlesen, ich glaube das Buch gibt es günstig auch beim Betanien-Verlag zu erwerben (kleine Schleichwerbung). :lol:

PS: Ich bin nicht beim Betanien-Verlag (SUPER! KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!) angestellt und bekomme auch keine Provision (KAUFEN! EINKAUFEN! SUPER! GUT! GUT! GUT!). :lolxxl:

albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 31.01.2018 18:31

Ach und ich fand schon beim nächsten Blick den nächsten Widerspruch...

Die Broschüre schreibt auf Seite 40 in Punkt 5.4:

5.4 Was sind die Hauptcharakterzüge der Regierung Christi im Tausendjährigen Reich?
• Unter der Herrschaft des Herrn Jesus wird es eine gerechte Regierung geben – die so lange Zeit in der Welt gefehlt hat (Jesaja 11,3-5).
• Die Schöpfung wird vom Fluch befreit sein und nicht mehr «seufzen» (Römer 8,19-22). Das geht so weit, dass sich der Wolf beim Lamm aufhalten wird (Jesaja 11,6-8).
ja, soweit so gut. Ich zitiere aber einmal Jesaja 11 und die Parallelstelle in Jesaja 65 der Vollständigkeit halber im Zusammenhang:

Jesaja 11:
1 Und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schössling hervorbrechen aus seinen Wurzeln.
2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
3 Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen Recht sprechen,
4 sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten.
5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften.
6 Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, und ein kleiner Knabe wird sie treiben.
7 Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind.
8 Der Säugling wird spielen am Schlupfloch der Natter und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle der Otter ausstrecken.
9 Sie werden nichts Böses tun, noch verderbt handeln auf dem ganzen Berg meines Heiligtums; denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des HERRN, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.

Jesaja 65:
17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden;
18 sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude.
19 Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und es soll kein Klagelaut und kein Wehgeschrei mehr darin vernommen werden.
20 Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten.
21 Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen.
22 Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und nicht pflanzen, damit es ein anderer isst; denn gleich dem Alter der Bäume wird das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hände erarbeitet haben, werden meine Auserwählten auch verbrauchen.
23 Sie werden sich nicht vergeblich mühen und nicht Kinder für einen jähen Tod zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprösslinge mit ihnen.
24 Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich [sie] erhören!
25 Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg!, spricht der HERR.

Jesaja 11 und Jesaja 65 sind offenbar Paralell. Und Jesaja 65 beginnt mit: "Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde".

Die Voraussagen hier betreffen kein irdisches Millenium, sondern die Schrift gibt uns bereits eine Einsicht in die ewige Herrlichkeit. Und JA, das ist ein Problem für meine Lehre, warum dort steht, Leute werden noch sterben. Das ist eine Auslegungsschwierigkeit für mich, die mir sehr wohl bewusst ist und auf die ich noch eine Antwort suche.

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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 31.01.2018 18:38

Bemerkung zu Punkt 5.5 auf Seite 40:
5.5 Wird es während des Tausendjährigen Reichs Sünde geben?
Ja, aber nur in vereinzelten Fällen, und sie wird sofort gerichtet werden (Psalm 101,8). Die menschliche Natur als solche bleibt unverändert: Sie wird immer zum Sündigen fähig sein. Aber es wird ein Ausnahmefall sein, weil Satan nicht mehr verführen kann (➜ 5.4)
Jakobus 1:

13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand;
14 sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.
15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Sollte man wirklich dem Teufel die Schuld geben, wenn man sündigt? Läuft der Teufel höchstpersönlich bei Milliarden Menschen herum und reizt und lockt sie zur Sünde? Und wenn er dann gebunden ist, hört die Begierde aus dem sündigen Fleisch auf, zu reizen und zu locken?

Also das irdische KÖnigreich wird bevölkert sein von Menschen, die eine böse, sündige Natur besitzen (= Fleisch, fleischlich sind). Ein schönes "Friedensreich"...

Galater 5:
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen;
21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen
, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Wie entspricht die sündige Natur, die alle geborenen auch nach Christi Aufrichtung seines irdischen Reiches weiterhin haben, den Beschreibungen des "ewigen Friendens" in den Propheten?

Jesaja 2:
2 Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest gegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen.
3 Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.
4 Und er wird Recht sprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen, sodass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen.
5 — Komm, o Haus Jakobs, und lasst uns wandeln im Licht des HERRN!

Das ist keine Beschreibung des irdischen Milleniums, sondern der EWIGKEIT, der herrlichen, neuen, kommenden Welt nach der Wiederkunft Jesu Christi! $:D

Ereignisse bei Christi Wiederkunft:

Matthäus 13:
37 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen.
38 Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen.
39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. … [der Teufel ist ja nach Prämill-Lehre im Millenium gebunden und kann dann kein Unkraut mehr säen... Auch wieder so ein Widerspruch...]
40 Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit.
41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln
42 und werden sie in den Feuerofen werfen
; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.
43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Am Ende dieser Weltzeit werden die Guten von den Bösen durch das Gericht ewiglich getrennt. Ein einen ins ewige Leben, die anderen in die ewige Strafe.

Jose
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Wo befinden wir uns jetzt in der Endzeit?

Beitragvon Jose » 31.01.2018 21:09

albi hat geschrieben:Hallo Jose,
ich schreibe auf deine Frage ein anderes mal, ...
Geht in Ordnung, albi, aber vergiss es nicht :wink:. Mich interessiert es schon, wie du es siehst und ob du auch meinst, dass mit 1000 Jahre nicht wirklich 1000 Jahre gemeint sind, wie es z.B. hier steht:
Der Amillennialismus taucht in der Literatur auch in der Schreibweise Amillenarismus, Amillenalismus oder Amillenialismus auf, mit zwei oder einem n geschrieben. Amillennaristen sehen die Zahl 1000 symbolisch und glauben, dass das Reich Gottes heute in der Welt gegenwärtig ist, da der siegreiche Christus seine Kirche durch Wort und Geist regiert. Die Ursache liegt in der Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi, die auf das Jahr 1000 erhofft wurde. Als Jesus nicht auf diesen Zeitpunkt wiederkam, gewannen die Ansichten die Oberhand, dass das Millennium rein geistig interpretiert werden müsste.

Amillennialismus – Wikipedia.
Mit dem Dispensationalismus und was dort alles gelehrt und falsch gelehrt wird, habe ich mich nicht beschäftigt. Mir geht es mehr um grundsätzliche Punkte, eben z.B. diese Frage hier zum 1000-jährigen Reich, wie es die Amillennaristen versuchen zu erklären.

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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 01.02.2018 19:56

Hallo Jose,
ich verstehe die Tausend Jahre nicht wortwörtlich. Und das muss man auch gar nicht. Das möchte ich nun auch begründen:

Oft wird in der Schrift die Zahl tausend gebraucht für "sehr viel" oder "eine lange Zeit". Gib mal beim bibleserver tausend ein und prüf selbst. Das heißt, nach meiner Sicht hat das Millenium bei Christi Auferstehung begonnen, geht eine lange Zeit und endet bei seiner Wiederkunft (und nicht wortwörtlich nach 1000 Jahren). Genau so kannst du die Offenbarung 20 völlig harmonisch verstehen. Dann ist auch die Schlacht in Offenbarung 20,7-10 keine zweite Schlacht mit einem "zweiten Antichristen", sondern dann wird dort genau die gleiche Schlacht wie schon in Offenbarung 19 beschrieben. Offenbarung 19 beschreibt diese Schlacht aus irdischer, menschlicher Sicht (Antichrist und seine Heere), Offenbarung 20 beschreibt diese Schlacht aus geistiger, himmlischer Sicht (Satan und seine Dämonen, der die Völker verführt)

Du hattest noch mal was geschrieben wegen der Bindung Satans. Wie kann Satan gebunden sein in dieser gegenwärtigen Zeit, da es doch offensichtlich viel Böses gibt?

Erst mal zitiere ich die Stellen im NT, die von einer gegenwärtigen Bindung Satans und seinem Herabwerfen in den Abgrund sprechen:

Lukas 10:
17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen!
18 Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
19 Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.

Johannes 12:
30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen.
31 Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden;
32 und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.
33 Das sagte er aber, um anzudeuten, durch welchen Tod er sterben würde.

Kol 2:
13 Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, [ein Hinweis auf "die erste Auferstehung" aus Offenbarung 20!] indem er euch alle Übertretungen vergab;
14 und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.
15 Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben.

Die "Bindung Satans" bedeutet übrigens nicht, dass Satan gar nichts mehr tun kann, sondern wie es sogar im Wort heißt, "2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden." Und das "Verführen der Völker" bedeutet nach der Schrift: "7 Und wenn die 1 000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8 und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.". Satans Bindung bedeutet also: Seine Macht ist eingeschränkt; er kann lange Zeit die Völker nicht verführen, um sie gegen das Volk Gottes zum Angriff zu versammeln; es bedeutet jedoch nicht, dass Satan nicht "umhergehen kann wie ein brüllender Löwe uns sieht, wen er verschlingen kann", und dass er nicht Christen versuchen kann usw. Aber davon spricht ja Offenbarung 20 gar nicht, sondern die Bindung und Lösung Satans bedeutet in der Offenbarung "damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1000 Jahre vollendet sind, ... und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, ... um sie zum Kampf zu versammeln". In der gegenwärtigen Zeit ist Satan noch gebunden; in der Gestalt des Antichristen und falschen Propheten kurz vor Jesu Christi Wiederkunft jedoch wird GOTT ihn losbinden und ihn machen lassen, um das Volk Gottes anzugreifen. Satan will dann das Volk Gottes in einem konzentrireten Angriff vernichten. Vielleicht sind wir schon dabei und sehen die Loslösung Satans (oder eine Vorstufe davon...), jedenfalls erleben wir ja schon weltweite massive Christenverfolgungen.

Diese Amill Sicht passt jedenfalls meines Erachtens deutlich besser in die gesamt biblische Lehre von den letzten Dingen als diese ganzen mehrfachen Kommen Christi, mit den unterschiedlichen Gerichten für verschiedene Gruppen zu anderen Zeiten und so weiter. Das versteht doch wahrlich nur noch einer, der fünf "Bibelprophetie-Seminare" besucht hat und dutzende Schriften vom VdHS studiert hat. Die Amill Sicht dagegen ist so einfach und intuitiv mit dem Bibeltext identisch, dass können sogar alte Mütterchen verstehen. Ich denke jedenfalls nicht, dass der Herr seine Lehre so kompliziert macht, dass das nur noch Experten verstehen, die "die Schrift recht schneiden" (und so ganz schon verbiegen und verbeulen, meines Erachtens...).

Diese Stellen fallen mir gerade dazu ein. Ach, es gibt noch diese zur gegenwärtigen Herrschaft Christi und seinem Sieg über alle Mächte und Gewalten (es gibt ja viel mehr):

Hebräer 2:
5 Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt;
6 sondern an einer Stelle bezeugt jemand ausdrücklich und spricht: »Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, oder der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?
7 Du hast ihn ein wenig niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;
8 alles hast du seinen Füßen unterworfen.«2 Indem er ihm aber alles unterworfen hat, hat er nichts übrig gelassen, das ihm nicht unterworfen wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles unterworfen ist;

1. Petrus 3:
21 welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.
22 Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

Es heißt hier: Es IST Christus alles unterworfen. Prämills denken aber, es WIRD ihm später noch alles unterworfen - am Ende des irdischen Milleniums. Hebräer sagt aber: Wir SEHEN es noch nicht; wir werden es sehen, wenn Jesus Christus kommt, wenn sich jedes Knie vor ihm beugt und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der HERR ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Amen.

Prämills und Dispis (Dispensationalisten) lesen vor allem 1. Korinther 15 so, dass Christus erst wiederkommt, dann 1000 Jahre auf der Erde regieren muss, und sich dann am Ende alles unterwirft.

1. Korinther 15:
21 Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen;
22 denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft;
24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.
25 Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
26 Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.
27 Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.

Aber dieser Text impliziert überhaupt nicht zwingend eine lange Zeit von 1000 Jahren. Ja, man mag das dort herauslesen (oder hineinlesen...). Aber kann auch genauso gut am LETZTEN Tag stattfinden innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums. Die "wenns" und "danachs" im Text legen uns nicht fest, zu denken, dass es sich dabei um Tausend Jahre handelt. Und das Chrisus "herrschen muss, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat", bedeutet ebenso wenig, dass er IRDISCH herrschen muss, sondern es kann genauso gut die geistliche und himmlische Herrschaft über alles und jeden meinen, die er ja gegenwärtig bereits auslebt. Jesus HAT alle Macht im Himmel und auf Erden. Jesus IST der Sieger. Darauf müssen wir gar nicht erst warten. Christus IST HERR über alles. JESUS IST SIEGER!

Eph 2:
20 Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen [Regionen],
21 hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen;
22 und er hat alles seinen Füßen unterworfen
und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben,
23 die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt

So viel zu meiner Amill Ansicht und wie ich sie begründe. Mir ist schon klar, dass nicht jeder das teilen wird.
In wesentlichen Dingen Einheit, in zweitrangigen Dingen Toleranz/Geduld, in allem die Liebe. Alles, was du willst, dass man dir tue, das tue auch deinem Nächsten, denn dies ist das Gesetz und die Proheten. Und haltet die Einheit des Geistes aufrecht durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.

PeterG
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon PeterG » 01.02.2018 20:17

Warum steht bei allen Beiträgen von UriKulm ein 'gelöscht'?
Röm 1:16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben."

Jose
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon Jose » 01.02.2018 22:03

Hallo Peter
PeterG hat geschrieben:Warum steht bei allen Beiträgen von UriKulm ein 'gelöscht'?
Ich nehme an, dass Uri Kulm den Mut verloren hat, sich hier weiter auszutauschen und die Argumentation von albi als unfair empfunden hat.

Persönlich schließe ich mich nicht dem Aufruf von albi an:
albi hat geschrieben:Hallo Leute,
seht ihr nicht, wie sich UriKumls disp. Lehre in innere Widersprüche verwickelt (nichs gegen dich persönlich, UriKulm!)??!
Ich fand es nicht gut und nicht hilfreich, dass albi so geschrieben hat. Ich sehe auch Widersprüche in albi’s Äußerungen und dazu äußere ich mich, im Bewusstsein meiner eigenen Unvollkommenheit.


Hallo albi
albi hat geschrieben:ich verstehe die Tausend Jahre nicht wortwörtlich. Und das muss man auch gar nicht.
Begründet hast du es nicht wirklich, aber es ist klar, dass in diesem Fall die Amillennaristen sich irgendwie aus ihrer „Sackgasse“ herausmanövrieren müssen. Schriftverdrehung, wie später bei den Zeugen Jehovas, ist die Lösung. Bei den ZJ war es so: Sie lehrten, dass Jesus 1914 kommen würde. Als es nicht so war, sagten sie, er habe sein Reich unsichtbar aufgerichtet. So dreht man es hin bis es passt, aber bibeltreue Christen gehen nicht so vor. Die Gefahr ist groß, sich immer mehr in Widersprüche zu verstricken.

In deinen weiteren Erklärungen werden deine Widersprüche sehr deutlich, denn du machst das gleiche wie die ZJ, indem du besonders die Aussagen der Bibel verwendest die für deine Meinung sprechen. Du erwähnst im Übrigen viele Bibelstellen, die mit dem Thema hier nichts zu tun haben.

Bezüglich der Bindung Satans, in Offenbarung 12 lesen wir: "Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, gnannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen". Erst in der Zeit des Endes wird es geschehen, dass Satan auf die Erde kommt und dann wird die Verführung ihren Höhepunkt haben. Aber bis heute ist er der Verführer und ist nicht gebunden. Allerdings kann er nur machen, was Gott zulässt, das sahen wir aber bereits bei Hiob.

Ich könnte hier weitermachen, aber hilft es was? Bist du bereit deine Meinung wirklich zu hinterfragen? Aus deinen Worten muss ich entnehmen, dass du es leider nicht bist.

Die Eingangsfrage war: „Ist John MacArthur Dispensationalist?“ Ich denke, dass er es zumindest teilweise ist. Aber ich bin es demnach sicherlich auch.

Bezüglich des 1000-jährigen Reiches geht es nicht nur darum, ob es sich wirklich um 1000 Jahre handelt, sondern auch, wann sie beginnen. In Jesaja 65,20.25 lesen wir die Worte:

20 Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten.
25 Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg! spricht der Herr.

Ob hier von dem 1000-jährigen Reich die Rede ist? Ich will offen sein, für Gottes Wort. Diese Zeit haben wir m.E. noch nicht erlebt, und auf der neuen Erde, wird es den Tod nicht mehr geben. Also muss es eine Zeit davor sein, vor dem neuen Himmel und der neuen Erde.

albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 02.02.2018 18:33

Hallo Jose.

Von Jesaja 65 habe ich schon vorher geschrieben.

Was mich dort stutzig machte: Der Abschnitt beginnt mit der Erwähnung von "neue Himmel und neue Erde":

17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden;
18 sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe [nämlich wie es steht, die "neuen Himmel und die neue Erde"]; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude. [Offenbarung 21,1-5]
19 Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und es soll kein Klagelaut und kein Wehgeschrei mehr darin vernommen werden.
20 Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten.
21 Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen.
22 Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und nicht pflanzen, damit es ein anderer isst; denn gleich dem Alter der Bäume wird das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hände erarbeitet haben, werden meine Auserwählten auch verbrauchen.
23 Sie werden sich nicht vergeblich mühen und nicht Kinder für einen jähen Tod zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprösslinge mit ihnen.
24 Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich [sie] erhören!
25 Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg!, spricht der HERR.

Ich verstehe auch nicht, warum dort im Zusammenhang mit "neue Himmel und neue Erde" vom Sterben und Alter und Tod steht. Aber man muss doch auch erklären, warum der Prophet den ganzen Abschnitt einleitet mit der kommenden ewigen Zeit der Herrlichkeit. Oder? Ich für meinen Teil lese hier nichts vom Irdischen Reich (dem unvollkommenen Zwischenzustand bis zur Herrlichkeit; selbst ein führender Lehrer des Dispensationalismus bezeichnete das Tausendjährige Erdenreich als "halberlöst"), sondern von der ewigen Zeit- dem ENDZUSTAND.

Auch in Römer 8 weiß Paulus nichts über eine irdische Herrschaft zu sagen, sondern spricht gleich von der Herrlichkeit, und wie die Schöpfung befreit werden soll von der Sklaverei der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Das Ziel des großen Gottes ist die "Erneuerung aller Dinge" bzw. "Wiederherstellung aller Dinge", und das meint nicht eine KÖnigsherrschaft für Israel, wie auch MacArthur lehrt, sondern die Erneuerung der gesamten Schöpfung. Alles, was beim Sündenfall verloren und kaputt ging, will der HERR erneuern. Da sind wir uns ja alle einig. Uneins sind wir nur, ob es vorher noch eine irdische Zeit geben wird. Wie gesagt, die Dispensationalisten verstehen mit "Wiederherstellung aller Dinge" aus Apg. 3 ein Königreich für Israel, die Amills die neue Schöpfung und die Befreiung vom Fluch des Sündenfalls.

Ich zitiere mal Römer 8:

18 Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
19 Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei.
20 Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin,
21 dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
22 Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt;
23 und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.

Auch in Matthäus 24 nennt der Herr Jesus diese "Wehen" vor seiner Wiederkunft:

8 Dies alles ist der Anfang der Wehen.
9 Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen.
10 Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen.
11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.
12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.
13 Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
14 Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

Christus spricht hier vom deutlich vom "ENDE". Und er warnt seine Jünger davor, dass man sie TÖTEN und AUSLIEFERN wird, und dass die Gesetzlosigkeit überhand nimmt und dass seine Versammlung immer mehr verführt wird (nach eurer Meinung sind aber die Jünger Jesu Christi zu der Zeit schon entrückt, oder?). Petrus spricht später im Brief ebenso vom nahen "ENDE ALLER DINGE":

1Petr 4,7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.

Weißt du, wenn ich da so sehe, kann ich daraus nach Christi Wiederkunft keinerlei irdische Erwartung heraus lesen. Ich lese das es nach Christi Wiederkunft keine alte Welt mehr geben wird, wo er noch irdisch herrschen soll. Wenn ich so lese, verstehe ich, dass Jesus und Petrus und Paulus beständig die HERRLICHKEIT - also das Ende der alten Schöpfung und den ENDzustand - erwarteten und lehrten. Vor Christi Wiederkunft beginnen die Wehen. Wehen hat eine Frau, die bald ein Kind (neues Leben) zur Welt bringt. Also verstehe ich so, dass diese Wehen Anzeichen sind, dass unmittelbar die neue Schöpfung aus der Allmacht Gottes bevorsteht. "Und dann wird das Ende kommen". Auch deswegen glaube ich nicht mehr an ein irdisches Friedensreich.

Wie ich schon sagte, das ist keine Sektenlehre, sondern das kannst du so in den großen alten Glaubensbekenntnissen unserer Vorväter nachlesen. Diese Bekenntnisse sind u.a. gesammelt in der Reformations-Studienbibel, die gerade erschienen ist. Aber diese Sicht von einer Vor-Entrückung, die heute so oft geglaubt, vertreten und verbreitet wird, kommt aus einer sonderbaren Quelle, nämlich hauptsächlich von John Nelson Darby.

"Im 19. Jahrhundert wurde die Lehre von der Entrückung im Zuge des Dispensationalismus formuliert. Dieser lehrt eine prämillenaristische Eschatologie, in der eine 1000-jährige Herrschaft Jesu Christi über die Erde erwartet wird. Dieser Herrschaft gehe eine Große Trübsalszeit voraus, in der der Antichrist über die Erde herrsche. Die Christen würden vor, während oder nach der Trübsalszeit von der Erde entrückt.
...
Bis ins 19. Jahrhundert spielte die Entrückung für die christliche Lehre nur eine marginale Rolle und wurde meist als detaillierte Beschreibung der zweiten Wiederkunft Christi gesehen [!!!]. Populär wurde sie vor allem durch John Nelson Darby, der in den 1830er Jahren die Lehre von einer zukünftigen Trübsalszeit mit Verweis auf Mt 24 und Mk 13 verbreitete. Diese sogenannte Große Trübsal wurde von den Kirchenvätern und Reformatoren wie Martin Luther oder Johannes Calvin als Ereignis der Vergangenheit gesehen, das mit der Tempelzerstörung im Jahr 70 n. Chr. und der darauffolgenden Judenverfolgung im Zusammenhang stehe. Ein Teil der neocalvinistischen Bewegung ist immer noch dieser Meinung. Seit Darby hat sich in großen Teilen der evangelikalen Bewegung die Deutung verbreitet, dass die Entrückung am Ende der Weltgeschichte liege. Es folgte eine Diskussion, ob die Entrückung – die nun losgelöst vom zweiten Kommen Christi gesehen wurde – vor, während oder nach der Großen Trübsal eintreten werde, wobei die Vorentrückungslehre am weitesten verbreitet ist."
https://de.wikipedia.org/wiki/Entr%C3%B ... ngs-Lehren


Über Darby:

"Darby sah die Bibel in verschiedene heilsgeschichtliche Epochen, die so genannten „Haushaltungen“ (engl. dispensations), aufgeteilt. Seiner Ansicht nach müssen Bibeltexte im Zusammenhang dieser Epochen gelesen werden. Besonders wichtig ist die strikte Trennung zwischen Israel (dem irdischen Volk Gottes mit irdischen Verheißungen und einer irdischen Zukunft) und der Gemeinde (dem himmlischen Volk Gottes mit himmlischen Verheißungen und einer himmlischen Zukunft). Dieses theologisch-hermeneutische Modell wurde als Dispensationalismus vor allem im amerikanischen Protestantismus weit über die Brüderbewegung hinaus bekannt und bildet u. a. die Grundlage der Scofield-Bibel."
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Nelson_Darby

Jose
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Amillennialisnus oder Prämillenianismus?

Beitragvon Jose » 02.02.2018 22:07

Hallo albi,
zurückliegend hast du geschrieben:
albi hat geschrieben:ich werde mir mal Gedanken machen. Bisher kam ich noch nicht dazu, über deine Fragen wegen Offenbarung 7 nachzudenken.
Ich wünsche dir, dass du über die vielen Fragen, die auch für dich noch unklar sind, nachdenken kannst. In meinen Beiträgen habe ich dir einige konkrete Fragen gestellt.

Manche Richtungen vertreten mehr den Prämillenianismus, andere den Amillennialismus. Letztes wird von Samuel E. Waldron vertreten und erläutert in seinem Buch: „Endzeit? Eigentlich ganz einfach!“. Wenn ich dich richtig verstanden habe, empfiehlst du und teilst du seine Darlegungen. Aber schon der Titel an sich ist verkehrt, weil so einfach ist die Endzeit nicht, sonst gäbe es nicht den Austausch, siehe z.B. Millenarismus - Wikipedia. Und in einem anderen Forum habe ich auch sehr interessantes zum Thema gelesen: Amillenialismus - Geschichtsforum.de.

Jesus sagte zu Seinen Jüngern: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier" Joh 18,36. Und auch kurz vor der Himmelfahrt, also 40 Tage nach der Auferstehung, beantwortete Jesus die Frage der Jünger: "Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?" Apg 1,6, mit den Worten: "Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat" Vers 7. Dazu gehört für mich auch, nicht zu behaupten, dass 1000-Jährige Reicht wäre jetzt schon und der Satan schon gebunden. Nun sind bald 2000 Jahre vergangen und es ist mehr als bewiesen, dass die Erwartung, dass Jesus am Ende von 1000 Jahre wiederkommen würde, menschliches Denken war, wie vieles andere auch. Und wenn ich es recht in Erinnerung habe, wurde erst dann behauptet, dass die Zahl 1000 nicht wörtlich zu nehmen ist.

Was mir bei dem Austausch hier aber wieder sehr unangenehm auffiel, ist wie Gläubige in Schubladen gesteckt werden. Ja, es gibt die Brüdergemeinden, es gibt Protestanten und etliche andere noch. Und in diesem Forum wird besonders der Calvinismus vertreten. Aber dürfen wir denn nicht alle voneinander lernen? Es hat doch niemand die Wahrheit für sich alleine, Gottes Wort ist die Wahrheit und wir haben vieles noch nicht verstanden, so wie die meisten Schriftgelehrten das AT nicht verstanden hatten.

Wer an Jesus von Herzen glaubt, ist auferweckt, war zuvor tot in Vergehungen und Sünden, in denen er einst wandelte gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt (Eph 2,1-2). Der Teufel ist immer noch der Fürst dieser Welt. Paulus nennt ihn sogar den Gott dieser Welt, der den Ungläubigen den Sinn verblendet, damit sie nicht an Jesus Christus glauben (2. Kor 4,4). Wer denkt, dass jetzt schon das 1000-jährige Reich gilt, an dem Satan gebunden ist, hat ein Problem.

albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 03.02.2018 19:09

Hallo Jose und alle anderen.

Ich möchte erst einmal dich und alle Leser und UriKulm um Vergebung bitten, dass ich Gläubige in Schubladen gesteckt habe oder / und unfair argumentiert habe. Das fiel / fällt mir nicht auf, aber wenn du es so sagst, wird es vielleicht so sein. (Man sieht doch seine eigenen Fehler und Sünden so schlecht.)

Ich wollte UriKulm nicht beleidigen / kränken, und wenn ich es getan habe möchte ich ihn um Vergebung bitten. So möchte ich dich, UriKulm, um Verzeihung bitten.


Über Offenbarung 7 und folgende muss ich weiter nachdenken. Ich habe es gestern studiert bis Kapitel 10, aber manches ist mir noch nicht klar. Natürlich gebe ich dir Recht, dass die Auslegung schwierig ist und man nicht zu selbstsicher sein darf. Außerdem mag ich auf keinen, der in diesen Fragen andere Meinung vertritt, herabblicken. Ich denke schon, es gibt eine wahre und richtige Auslegung, nur werden wir hier in dieser Welt wohl bis zum Ende immer weiter an Meinungsverschiedenheiten leiden. :roll:

Wie gesagt, die 1000 Jahre verstehe ich nicht (mehr) wörtlich und sehe darin auch keinen Grund (mehr). Die 1000 kann man genauso symbolisch (verschlüsselt) verstehen wie vieles in der Offenbarung - du kannst auf eine wortwörtliche Auslegung bestehen, aber dafür besteht kein nötiger Grund. Wenn es in den Psalmen heißt "Gott gehört das Vieh auf tausend Bergen" (Ps 50 glaube ich), sind damit auch nicht wörtlich eintausend Berge gemeint, sondern ALLE Berge. Oder wenn Petrus sagt "Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre" (2. Petrus 3), meint er womöglich auch nicht wörtlich eintausend irdische Jahre, sondern eine für uns Menschen sehr lange Zeit. Aber vor allem verstehe ich (zusammen mit den alten großen Bekenntnissen) die NT-Eschatologie derart, dass bei Christi Wiederkunft die Allgemeine Totenauferstehung ist - der Gerechten sowie der Ungerechten; und nach Christi Wiederkunft neue Himmel, neue Erde offenbart werden. Das ist der Hauptgrund, warum ich die 1000 Jahre nicht (mehr) wörtlich verstehe, sondern als lange Zeitspanne zwischen erstem und zweiten Kommen Jesu Christi.

Wie ich das mit der Bindung Satans verstehe, habe ich in einem Post kurz zuvor geschrieben.

UriKulm
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Registriert: 09.12.2016 19:28

Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 03.02.2018 22:56

Hallo albi
Ich fühle mich persönlich nicht angegriffen oder verletzt durch die Beiträge.
Gerne möchte ich dir sagen, dass ich deine Entschuldigung angenommen habe.
Uri Kulm
Eph 4,32 Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, wie auch Gott in Christus euch vergeben hat.


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